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Home Sweet Home  (March 27th, 2005)
Tja. Nach 14 Monaten und 15 Tagen in der Weltgeschichte rumschuesseln in ich nun wieder in der Heimat. Ist aber alles noch sehr fremd auch wenn es zu einem gewissen Grade 'familiar' ist. Nun geht der Ernst des Lebens wieder los - primaer gilt es eine vernuenftige Geldquelle zu finden...

Dies ist der letzte Eintrag im Web Log. In den naechsten Wochen (vielleicht eher Monaten) werde ich die Site ueberarbeiten und die Bilder und Texte aus dem Web Log in die Site integrieren. Man moege aber etwas Geduld mit mir haben...
Die letzten Tage  (March 23rd, 2005)
Gestern sind wir also zu dritt durch Victoria gelatscht. Leider hat es ab und zu geregnet aber ein bisschen was habe ich schon gesehen. Ist schon ein nettes Staedtchen, tatsaechlich ein bisschen britisch (viele Backsteinhaeuser). Mittags waren wir dann in einem Restaurant namens 'The Noodle Box' wo ich erstmalig auf typisch amerikanische Weise chinesisch aus der Pappschachtel gegessen habe...
Heute frueh bin ich erst noch ein Stueckchen weiter nach Westen gefahren, nach Sooke in einen Nationalpark. War sehr schoen dort und endlich waren auch mal die Wanderwege offen und das Wetter absolut genial. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel! Leider ist es immer noch sehr kalt, aber wenigstens soll es die naechsten Tage sonnig bleiben. Jetzt bin ich in Nanaimo an der Ostkueste von Vancouver Island und fahre morgen rueber an die Westkueste, nach Tofino und werd mir da noch ein bisschen Natur antun. :-)
Am Donnerstag geht's dann mit der Faehre wieder zurueck nach Vancouver wo ich dann nochmal penne und Freitag mittag ist ja dann mein Heimflug angesagt.
Wieder in Kanada  (March 21st, 2005)
Leider war ein Grossteil meines Aufenthaltes in Seattle von Regen getruebt, aber wenigstens hab ich ein paar Sachen machen koennen. Bin die Innenstadt abgelaufen (ist ja nicht so riesig), war in einem ziemlich coolen interaktiven Musikmuseum (Experience Music Project) und bin touristisch mit der Monorail gefahren. Heute bin ich dann noch mit einem britischen Informatiker in Redmond bei Microsoft vorbeigefahren (einfach um's mal gesehen zu haben) und haben natuerlich zuenftig bei Starbucks (kommt aus Seattle) nen Kaffee getrunken. Dann bin ich wieder zurueck nach Kanada gefahren, war diesmal aber nur knappe 3 Stunden unterwegs. Gerade habe ich mit der Faehre nach Vancouver Island uebergesetzt und bin jetzt in Victoria im Hostel. Morgen treffe ich mich hier mit 3 Maedels die ich in Whistler kennengelernt habe und die werden mir die Stadt zeigen.
Sleepy in Seattle  (March 19th, 2005)
6 1/2 Stunden und knapp 500 km spaeter (gaehn) bin ich vorhin gut in Seattle angekommen. An der Grenze gab es auch keine Probleme, habe nun eben noch einen US-Stempel. Muss nur mal sehen ob ich dann auch wieder zurueck nach Kanada komme... Aber ich hab ja einen kanadischen Mietwagen, von daher sollte das schon gehen. Ich werde jetzt 2 Naechte in Seattle bleiben und dann zurueck nach Vancouver fahren und von dort mit der Faehre direkt nach Victoria (auf Vancouver Island, Victoria ist die Hauptstadt der Provinz).

So, jetzt werd ich erstmal die Stadt erforschen, habe ein Hostel (The Green Tortoise) direkt im Stadtzentrum so dass ich bei dem Verkehr hier nicht nochmal reinfahren muss...
Den Rockies den Ruecken gekehrt  (March 18th, 2005)
Heute frueh schien zwar ein bisschen die Sonne, aber mein Auto war mal wieder zugeschneit und es war auch dementsprechend arschkalt. Also hab ich mich dann doch entschieden wieder Richtung Vancouver zu fahren, zumal ich gestern abend dann noch im heftigsten Schneegestoeber von Calgary nach Lake Louise gefahren bin. Bei Dunkelheit, die Schneeflocken flocken einem entgegen, die Strasse war zugeschneit, man konnte nur 20 m weit sehen und wegen fehlender Strassenmarkierung konnte man nur ahnen wo die Strasse war... Ich hab's zwar gut ueberstanden, aber ich moechte doch eher dem Winter den Ruecken zukehren. Bin auch nicht wirklich dafuer ausgeruestet. Jetzt bin ich gerade in Penticton, auf halben Wege zwischen den Rockies und Vancouver. Nun hab ich mir ueberlegt morgen vielleicht noch fuer 2 Tage nach Seattle zu fahren, wo man nun mal in der Gegend ist... Mal sehen.
verschwundene Rockies  (March 16th, 2005)
Am 12. Maerz bin ich von Vanouver in Richtung Norden nach Whistler gefahren und dort 2 Naechte geblieben. Das ist schon ziemlich in den Bergen, eben ein Skigebiet. Aber das Wetter war schoen, strahlender Sonnenschein (auch wenn es nur 12 Grad waren), also konnte ich ein bisschen am See entlanglaufen. Am 13. bin ich dann weiter ins Landesinnere (400 km an einem Tag), nach Squilax am Shuswap See, wo ich in einem netten Hostel geschlafen habe, die hatten dort Wagen von Zuegen wo frueher die Bremser drin gehaust haben. War nur leider der einzige dort. Gestern bin ich weiter nach Lake Louise (wieder ueber 300 km), in den Rocky Mountains, was aber schon gar nicht mehr British Columbia sondern schon Alberta ist. Der See ist leider zugefroren, es ist arschkalt (-2 Grad), es schneit und die Wolken verhuellen die Rockies. Die Highways sind allerdings schneefrei. Da das Auto heute frueh total eingeschneit war und ich wegen der tiefhaengenden Wolken immer noch nichts von den Rockies sehen konnte, bin ich einfach 50 km weiter nach Banff gefahren. Dort sah das Wetter genauso aus und nun bin ich eben in Calgary (nur 130 km von Banff). Hier ist es zwar auch kalt, aber es schneit nicht. War schon auf dem Tower und hab die Stadt von oben gesehen. Sehr gross ist sie allerdings nicht und sie sind immernoch sehr stolz auf ihren Olympischen Park den sie fuer die Winterolympiade 1988 gebaut haben. Nachher fahre ich nach Lake Louise zurueck, da bleibe ich noch eine Nacht. Fuer morgen werde ich mal das Wetter checken und wenn das in den Rockies immernoch so verschneit ist (man kann auch gar keine Walks machen, ist alles geschlossen) dann fahre ich nicht mehr weiter nach Norden (Jasper) sondern werde mich auf den Rueckweg machen und dann lieber noch mehr Zeit auf dem klimatisch gemaessigteren Vancouver Island verbringen.
Vancouver  (March 12th, 2005)
Nach einem verhaeltnismaessig kurzen Flug von nur 5 Stunden bin ich 16:00 Ortszeit in Vancouver angekommen. Bei Immigration hab ich 'ne Weile gewartet und die haben mir viele Fragen gestellt, wollten aber nicht so viel wissen wie die Amerikaner (auch keine Fingerabdruecke oder aehnliches). Bei der Gepaeckausgabe hab ich anfaenglich erstmal nur meine Reisetasche bekommen, meinen Rucksack hab ich nachdem das Laufband total leergefegt war aus unerfindlichen Gruenden beim sperrigen Gepaeck gefunden. Egal, so lange alles da ist. (Ging ja bisher alles gut, sogar in Fiji.) Bei der Mietwagenfirma hab ich mal wieder einen riesigen Wagen bekommen, einen Chrysler, den ich nun erstmal mitten in die Stadt bugsieren musste (da ich ja hier wohne). Geparkt hab ich auf 'nem oeffentlichen Parkplatz inner Stadt, mal sehen ob das Auto und der Inhalt morgen noch da sind... Wohin ich dann fahre hab ich mir noch nicht rausgesucht, entweder in Richtung Whistler oder ueber die suedlichere Strecke in Richtung der Rocky Mountains. Ich weiss nur eins, am 25.3. muss ich wieder hier sein um meinen Flug nach Berlin zu bekommen...
Kanada ich komme!  (March 11th, 2005)
Heute frueh hab ich nun meinen Mietwagen wieder abgegeben (nach meiner langen Umherfahrerei auf Hawaii hab ich mich inzwischen so halbwegs ans rechtsfahren wieder gewoehnt, nur als Fussgaenger ist's noch ein bisschen merkwuerdig zuerst nach links zu kieken...). Anschliessend bin ich aus dem verregneten Hilo wieder zurueck nach Honolulu geflogen und ins Hostel gefahren. Viel Zeit war sowieso nicht mehr um sich irgendwas anzuschauen, also hab ich mich lieber im Internet-Cafe aufgehalten um euch alle mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Morgen geht's in aller Herrgottsfruehe (um 6) mal wieder zum Flughafen (ist schon sowas wie 'ne zweite Heimat geworden) und dann knappe 6 Stunden Flug ins kalte Vancouver (10 Grad). Wird 'ne ganz schoene Umstellung werden...
Naechtliches Lavaabenteuer  (March 11th, 2005)
Von diversen Quellen hatte ich von dem Lavastrom gehoert der in Hawaii ins Meer fliesst und den wollte ich mir natuerlich unbedingt anschauen. In der Nacht soll er ja am spektakulaersten sein, weil man dann das roetliche Gluehen sehen kann. Also kurzerhand noch eine gute Taschenlampe gekauft und abends um kurz nach 7 (die Sonne geht hier um halb 7 unter) auf dem Highway 130 in Richtung Meer gefahren. Nach 21 Meilen hoert der Highway abrupt auf, da vor Jahren der Lavastrom dort die Verbindung abgeschnitten hat. Es gab allerdings eine unbefestigte Strasse (die ich laut Mietwagenvertrag gar nicht haette befahren duerfen) die noch weiter Richtung Lava ging. Dort stand dann auch ein sehr nettes Schild das einem sagte wenn man nicht Landeigentuemer dort ist solle man sich gefaelligst verpieseln. Macht mir doch nix. Also hab ich mich langsam und vorsichtig Stueck fuer Stueck vorangetastet. Immer mal gab es ein paar Abschnitte vom alten Highway der allerdings schon ziemlich zugewachsen war. Nach 2 1/2 Meilen ueber Schotter, Stock und Stein kam ich dann an einem Parkplatz an - dies war nun wirklich das Ende der Strasse - wo auch schon einige andere Autos von Nicht-Landeigentuemern standen. In der Ferne konnte man schon den roetlich schimmernden Qualm des Lavastroms sehen. Also hab ich meine Regenjacke und Kamera eingepackt, das Standlicht eingeschaltet und bin los in Richtung roetliches Leuchten. Ein riesiges Feld kalter Lava breitete sich vor mir aus, und die Taschenlampe eroeffnete mir einen Blick auf die mich unmittelbar umgebenden interessanten Formationen, Verwerfungen und Spalten (manchmal Schluchten) aus Lava. Knirschenderweise habe ich mich in meinen Trekking-Sandalen (mit Toe Protector!) vorwaertsbewegt, immer mit dem roetlichen Qualm als Ziel. Nach 15 Minuten auf und ab verwandelte sich der vorher nicht unangenehme Nieselregen in ziemlich heftigen Regen. Schade eigentlich, aber ich wollte unbedingt noch naeher ran. Also Regenjacke an und weiter ging's. Knirsch, knirsch. Auf einmal sah ich ein paar andere Taschenlampen und hab dann erstmal in diese Richtung abgeschwenkt um die zu fragen wo man denn die Lava gut sehen kann. Sie zeigten auf eine noch naeher aussehende Qualmwolke, sagten aber das man dort bestimmt eine Stunde hinlaeuft. Und das bei dem Wetter. Egal, der Wille war da. Also weiter. Schnurstraks (soweit moeglich). 20 Minuten gelaufen. Auf einmal sehe ich ein Schild: US Boundary. Somit hab ich dann also US-Boden verlassen. Ich frag mich nur wem das Stueck dann gehoert? 30 Minuten gelaufen. Knirsch, knirsch. Die Schuhe sind schon voellig nass und meine Hose auch. Der roetliche Qualm ist aber immer noch ziemlich weit weg. Licht erscheint einem viel naeher im Dunkeln. Trotzdem weiter. Nur noch ueber diesen Lavahuegel, dann bin ich da. So ging es dann bei jedem Huegel. Nach 1 Stunde war ich dann schon ziemlich nah dran, ich konnte zusaetzlich zum Qualm orangefarbene Lava fliessen sehen und hab auch kleine Explosionen gehoert. Kann man nicht noch naeher ran? Also noch ein Stueck weiter. Dann sehe ich im Taschenlampenlicht Nebelschwaden ueber die kalte Lava gleiten. Naja, das wird eine der tiefhaengenden Regenwolken sein in der ich mich seit 'ner Stunde aufhalte, dachte ich. Als mir dann allerdings noch ein ziemlicher Schwefelgeruch in die Nase stieg, fiel mir auf das dies wohl doch von dem unterirdischen Lavastrom kommen koennte der erst am Meer an die Oberflaeche kommt. Dann hab ich einfach mal meine Hand auf die Lava gehalten auf der ich mich bewegt habe und festgestellt dass sie auf einmal gar nicht mehr kalt sondern eher heiss war. Meine Fuesse in den Sandalen wurden auch schon langsam waermer. Da bin ich dann doch lieber wieder ein paar Meter zurueckgegangen und habe das Naturschauspiel von weiterer Ferne beobachtet. Einfach gigantisch! Leider konnte ich keine Fotos machen - es war zu dunkel.

Nach ein paar Minuten wurde mir der Regen doch zu viel - ich musste ja noch eine Stunde wieder zurueck zum Auto laufen. Nun die grosse Preisfrage: Wo ist das Auto? Das Standlicht hatte ich ja angelassen aber durch den Regen und tiefhaengende Wolken war die Sicht schon ziemlich eingeschraenkt. Vielleicht war ich ja auch einfach nur hinter einem Lavahuegel und konnte das Licht nur nicht sehen. Also hab ich den naechstliegenden hoeheren Lavafelsen erklommen, die Taschenlampe ausgeschaltet und Ausschau gehalten. Der Regen regnete so vor sich hin. Konnte kein Licht erblicken. Da hab ich erstmal ueberlegt wie ich denn gelaufen bin und dachte mir dann einfach weg von den roetlichen Qualmlichtern zu laufen (die ja auch die Sichtbarkeit anderer Lichtquellen eingeschraenkt haben). Auf die Uhr geschaut (21:00) und losgelaufen. Nach 15 Minuten nochmal nach einer anderen Lichtquelle Ausschau gehalten und siehe da, dort war ein kleines aber weisses und nicht roetliches Licht. Nix wie los! Nach 30 Minuten laufen wurde das Licht immer heller und sichtbarer. Ach wie gut! Nach weiteren 5 Minuten blieb ich erneut stehen und konnte dann auf einmal die Brandung hoeren. Nanu? Hab ich doch am Anfang nicht gehoert? So nah am Meer war ich doch gar nicht? Hmm. Nochmal einen Blick auf das Licht geworfen und da kam das boese Erwachen. Ich war die ganze Zeit einem beleuchteten vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiff gefolgt! Und ich war inzwischen komplett durchnaesst, der Regen wollte einfach nicht aufhoeren. Also nochmal versucht mich zu orientieren. Dort die Lavalichter, hier das Meer. Grob die Richtung angepeilt und los. Immer mal wieder auf Erhoehungen gestiegen, in der Hoffnung doch das parkende Auto zu sehen. Nichts. Nach weiteren 10 Minuten ziellosem Umhergelaufe reflektierte dann auf einmal etwas in meinem Taschenlampenlicht. Ein Pfeiler. Doch nicht etwa der US-Grenzpfahl? Nein. Eine andere Markierung. Vom Pfeiler aus hab ich dann die Gegend abgeleuchtet und in der Ferne einen weiteren reflektierenden Pfeiler entdeckt. Hmm. Ein Weg also. Wohin der wohl fuehrt? Zur Lava oder zurueck? Ein weiterer Pfeiler. Die roetlichen Lichter waren nach wie vor hinter mir, also musste der Weg zum Parkplatz fuehren. Puh. Nach 5 weiteren Pfeilern sah ich auf einmal 2 rote Autoruecklichter. Yeah! Mein Auto! Also vorsichtig noch ueber die restlichen 100m Lava geklettert und da war es tatsaechlich. Als einziges auf dem Parkplatz, alle anderen hatten schon dem Regen nachgegeben. Auto aufgemacht und erstmal den Motor eingeschaltet um sicherzustellen dass das Standlicht nicht die Batterie geleert hat. Hatte es nicht. Puh. Ich war bis auf die Knochen nass. Da ich ausser meiner Badehose keine Klamotten zum wechseln im Auto hatte bin ich dann halt in Badehose wieder zurueck zum Hostel gefahren...
Slideshow: Volcanoes National Park  (March 11th, 2005)
Gestern habe ich den ganzen Tag im Volcanoes National Park verbracht und war total beeindruckt. Diese Lava ist einfach faszinierend. Da sieht man mal so richtig die Urgewalten - haette mich da stundenlang aufhalten koennen, musste mich dann richtig zurueckhalten nicht von jedem kleinen Fizzel ein Foto zu machen... Abends hatte ich ja dann noch ein kleines Abenteuer, siehe naechster Bericht weiter oben.
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